„Ein Ständchen für Stanley“ von John Inman



Stanley möchte sich vom Rockzipfel seiner Mutter lösen und zieht in einen, sagen wir mal speziellen, Wohnkomplex - ins Belladonna Arms. Er möchte nur sein Studium beenden und sozusagen unter dem Radar fliegen, was sich aber als schwierig herausstellt, da Roger, ein weiterer Bewohner des Belladonna Arms, auf ihn aufmerksam wird und Stanley besser kennenlernen will. Klingt doch nicht weiter schlimm, oder? Na ja, für den schüchternen Stanley ein doch nicht zu kleines Problem, denn Roger ist a) einfach traumhaft schön, b) ein herzensguter Kerl und c) sicherlich jemand an dem man sich die Finger verbrennt.

John Inman hat es mal wieder geschafft mich für ein Buch bzw. eine Serie begeistern zu können. Nicht nur dass Stanley und Roger einfach unwerfend sympathisch sind, auch die anderen Bewohner sind wunderbar lebhaft und zum Verlieben - angefangen bei Arthur, der Dragqueen, zu Ramos und ChiChi, bis hin zu Sylvia, meiner heimlichen Favoritin, die so herzlich ist, dass man sich wünscht man hätte sie als beste Freundin.

Es gibt kein großes Drama, aber es ist einfach wunderschön zu lesen, wie Stanley von den anderen lernt, wie wichtig Freundschaft und auch Liebe ist. Stanley und Roger sind ein schönes Paar und man versteht, warum sie sich Hals über Kopf ineinander verliebt haben. Trotzdem ist es für Stanley ein schwerer Weg, sich dies auch einzugestehen, sich seinen Ängsten zu stellen und seine Gefühle zuzulassen.

Das Belladonna Arms ist magisch ... und ich bin froh, dass ich dort zu Gast sein durfte. Trotzdem gibt es ein paar Kleinigkeiten, die mir einfach zu schnell gingen ... vor allem dem Ende hin, aber da würde ich spoilern. Trotzdem kann ich die Geschichte uneingeschränkt empfehlen und werde die Serie definitiv öfter lesen.

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